Vita


1977 – am 21. Juli wurde ich in Leverkusen geboren. Aufgrund der Herkunft meines Vaters (Los Angeles) habe ich die US-amerikanische und die Deutsche Staatsbürgerschaft.


1986 – Schon im Alter von 9 Jahren begann meine sportliche Karriere. Zunächst zweigleisig als Baskteballer und als Stabhochspringer für den TSV Bayer Leverkusen. Mein Trainer für den Stabhochsprung war wie auch 26 Jahre später noch bei meiner Verabschiedung Leszek Klima.


1993-1994 – 6-monatiger USA Aufenthalt als Ausstauschschüler in Tampa, Florida


1994 – In diesem Jahr fiel die Entscheidung gegen die Basketball-Laufbahn und die Konzentration auf den Stabhochsprung.


1996 – Deutsche Jugendrekorde (U20) in der Halle (5,52m) und Freiluft (5,61) und Bronze bei der Junioren-WM in Sydney belohnten meine Entscheidung für den Stabhochsprung.


1997 – Abitur an der Landrat Lucas-Schule in Leverkusen


1997-1998 – Grundwehrdienst in der Sportförderkompanie in Köln-Wahn


1998 – In diesem Jahr gelang mir der sportliche Durchbruch. Ich holte Bronze bei der Hallen-EM in Valencia und stellte meine persönliche Freiluft-Bestleistung von 5,93m auf, welche die zweitbeste Höhe war, die jemals von einem 21-jährigen gesprungen wurde (Nur Sergej Bubka ist in diesem Alter höher gesprungen).


1999 – Verbesserung des Deutschen Hallenrekordes auf 5,86m und später auf 5,90m.


2000 – Ermüdungsbruch eines Lendenwirbels (Pause Januar bis Juni)


2000 – Nach der langen Verletzungspause schaffte ich es so gerade noch, mich das erste mal für die Olympischen Spiele (Sydney, 8. Platz) zu qualifizieren. Im gleichen Jahr hatte ich einige der schönsten Siege in meiner Karriere bei den Meetings in Zürich und Brüssel.


2001 – Hier erfüllte sich für mich der Traum eines jeden Stabhochspringers. Als einer von wenigen in der Welt übersprang ich die magischen 6m. Bis heute ist diese Höhe der Deutsche Hallenrekord.


2001 – Noch im selben Winter nach meinem Rekordsprung folgte eine Operation am Sprunggelenk und an den Mittelfußknochen in  der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid.


2002 – folgte eine weitere Operation an der rechten Schulter in der Mediapark-Klinik in Köln. Diese OP bedeutete 18 Monate Wettkampfpause!


2003 – nahm ich mein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität Hagen auf.


2004 – feierte ich mein erfolgreiches Comeback: Bei den Olympische Spielen in Athen holte ich einen guten 5. Platz.

 

2005 - musste ich wieder unters Messer: Operationen an beiden Leisten.


2006 – Das Jahr meiner privaten Saisonhöhepunkte. Nach der Hochzeit folgte die Geburt meiner ersten Tochter Marie.


2007 – Beflügelt vom Vaterdasein folgte das erfolgreichste Jahr meiner Karriere: Gold Hallen-EM, Bronze WM (Osaka), Deutscher Meister, Siege bei den Grand-Prix Meetings in Berlin (ISTAF), Monaco und Dakar und der DLV-Gala.


2007 – Wahl zum Leichtathleten des Jahres


2008 - erhielt ich die Einladung unseres damaligen Aussenministers Frank-Walter Steinmeier, ihn als Botschafter für die Leichtathletik und die 2009 bevorstehenden Weltmeisterschaften in Berlin auf einer Südostasienreise nach Indonesien, Vietnam und Singapur zu begleiten - eine außergewöhnliche Erfahrung.


2008 – Das Jahr war sportlich durchwachsen, massive Probleme an der Achillessehne gleich zu Beginn der Sommersaison ließen die bis dahin aufgrund von sehr guten Trainingsergebnissen entstandenen großen Hoffnungen in Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking leider im Keim ersticken. Am Ende reichte es trotzdem für Platz 6 bei meiner dritten Teilnahme an Olympischen Spielen.


2008 – Aus Peking zurückkommend schaffte ich es gerade noch rechtzeitig zur Geburt meiner zweiten Tochter Leni.


2009 - wurde ich nochmal Deutscher Meister in der Halle mit 5.80m. 


2009 – Die Familie braucht Platz. Es folgte der Hausbau mit WeberHaus in Leverkusen-Schlebusch


2010–2012 - Nach einem verletzungsbedingten Komplettausfall in 2010 hatte ich auch im Jahr 2011 nur mäßigen Erfolg. Für 2012 hatte ich mir als Ziel noch einmal einen letzten Höhepunkt mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in London gesetzt und mich mit großer Motivation darauf vorbereitet. Allerdings musste ich schnell feststellen, daß nach 15 Jahren profesionellem Leistungssport mit allen Verletzungen und Operationen zuviel „Sand ins Getriebe“ geraten war.  Nach einer Beugerverletzung im Juni 2012 entschied ich, dass es Zeit ist, Abschied vom Leistungssport zu nehmen.


2012 - Einen versöhnlichen Abschluss meiner Karriere gab es am 25. August in meiner Heimatstadt Leverkusen bei den "Stabhochsprung Classics", einem Stabhochsprungwettkampf mit vielen nationalen und internationalen Topleuten und vor allen Dingen vielen Freunden.